Unser Programm für Februar 2026

Liebe Kinofreundinnen, liebe Kinofreunde,

immer zum Jahresbeginn kommen zahlreiche hochkarätige Filmproduktionen in die Kinos, was sich auch in diesem Programm widerspiegelt. So sind die aktuellen deutschen Produktionen EXTRAWURST von Marcus H. Rosenmüller, SABBATICAL von  Judith Angerbauer, SIE GLAUBEN AN ENGEL, HERR DROWAK? von Nicolas Steiner mit Luna Wedler, Karl Markovics und Lars Eidinger, sowie die neue Komödie von Sönke Wortmann DIE ÄLTERN Teil des Programms für den Februar. Das Angebot an internationalen Produktionen ist ebenfalls sehr empfehlenswert mit dem neuen Film von Jim Jarmusch FATHER MOTHER SISTER BROTHER, dem neuen Film NO OTHER CHOICE von Park Chan-wook (OLDBOY, DIE TASCHENDIEBIN), mit HAMNET von Oscar-Preisträgerin Chloé Zhao (THE RIDER, NOMADLAND, ETERNALS) oder RENTAL FAMILY von Hikari mit Brendan Fraser in der Hauptrolle. Dieses internationale Programm wird noch attraktiver durch den slowenischen Beitrag LITTLE TROUBLE GIRLS von Urška Djukić, den iranischen Film EIN KUCHEN FÜR DEN PRÄSIDENTEN sowie durch den wunderbaren Film von Koya Kamura WINTER IN SOKCHO.

Für die Liebhaber der dokumentarischen Form hält das Programm folgende, sehr sehenswerte Filme vor: TRIEGEL TRIFFT CRANACH über die Arbeit des Malers Michael Triegel, ASTRID LINDGREN – DIE MENSCHHEIT HAT DEN VERSTAND VERLOREN nach ihren Tagebücher aus den Jahren zwischen 1936 bis 1945, den neuen Film des Naturfilmers Vincent Munier DAS FLÜSTERN DER WÄLDER und DER TOD IST EIN ARSCHLOCH über Eric Wrede, Deutschlands bekanntestem Bestatter und Buchautor mit anschließendem Filmgespräch nach der Matinéevorstellung.

Die Reihe mit Filmen von Wim Wenders findet ihre Fortsetzung mit PERFECT DAYS.

In der Preview vor dem Bundesstart können wir den neuen Film von Jean-Pierre und Luc Dardenne JUNGE MÜTTER – JEUNES MÈRES über frühe Mutterschaft und das damit verbundene Risiko der sozialen Determinierung von Armut und bestimmten emotionalen Defiziten zeigen.

Der Kulturverein künstLich hat den Musiker und Rezitator Oliver Steller mit seinem neuen Programm BALLADEN – das Gedicht plus ins Kulturzentrum Bezalel-Synagoge eingeladen. Dafür können Tickets bei www.kuenstlich-ev.de reserviert werden, der Vorverkauf läuft über die Kinokasse im Traumstern.

Zahlreiche weitere Bühnenprogramme können für März im Rahmen der Licher Kulturtage mit dem Motto „was wäre wenn“ angekündigt werden. Zur Eröffnungsveranstaltung im Kino Traumstern am Donnerstag, den 5. März spielt nach dem Film ÜBER UNTERBIBERGER die UNTERBIBERGER HOFMUSIK ein Konzert.

Bis bald im Kino Traumstern
Hans, Edgar, Tobias und das Kinoteam


RENTAL FAMILY

USA, Japan 2025, Farbe, 110 Min., FSK: o. A.
Regie: Hikari
mit Brendan Fraser, Takehiro Hira, Mari Yamamoto, Akira Emoto, Shannon Gorman

RENTAL FAMILY erzählt die Geschichte eines in Tokio lebenden US-Schauspielers, der auf der Suche nach einem Sinn in seinem Leben ist, bis es ihm gelingt, einen ungewöhnlichen Job an Land zu ziehen. Für eine japanische „Rental Family“-Agentur schlüpft er in unterschiedliche Rollen und spielt als Familienmitglied den Sohn, Ehemann oder Vater. Während er mehr und mehr in die Lebenswelten seiner Kunden eintaucht und ihnen hilft, ihre familiären Lücken zu füllen, beginnt er, echte Bindungen aufzubauen, die die Grenzen zwischen Schauspiel und Realität verschwimmen lassen. In der Auseinandersetzung mit den moralischen Aspekten seines neuen Jobs entdeckt er den Sinn im Leben, das Gefühl von Zusammengehörigkeit und die Schönheit zwischenmenschlicher Beziehungen neu.

„Als tragischer Held mit extremem Übergewicht spielte Brendan Fraser sich in THE WHALE vom Image des ewigen Action-Kaspers frei und gewann den Oscar. Der könnte nun abermals blühen für seinen anrührenden Auftritt als arbeitsloser Schauspieler in Tokio, den man als Familienmitglied mieten kann. Mit angenehmer Leichtigkeit geht es so amüsant wie nachdenklich um Identität, Lügen und Einsamkeit. Zum überaus emotionalen Finale werden die dramaturgischen Daumenschrauben nochmals angezogen. Fraser präsentiert sich scheinbar mühelos als glaubhaftes Stehaufmännchen mit enormem Empathie-Potenzial. Eine ziemlich oscarreife Leistung in einem warmherzigen Crowdpleaser mit Tiefgang.“ (programmkino.de)

Do. 29. Januar bis Mi. 4. Februar, täglich um 16.30 Uhr (Mi. in OmU)


EXTRAWURST

Deutschland 2026, Farbe, 90 Min., FSK: ab 16
Regie: Marcus H. Rosenmüller
mit Hape Kerkeling, Christoph Maria Herbst, Fahri Yardim, Anja Knauer, Friedrich Mücke, Gaby Dohm,
Milan Peschel

Eigentlich ist es reine Formsache: Heribert, langjähriger Vorsitzender des Tennisclubs Lengenheide, und sein ehrgeiziger Stellvertreter Matthias lassen über die Anschaffung eines Grills für die nächste Vereinsfeier abstimmen. Der hippe Werbetexter Torsten, von Berlin in die Provinz ausgewandert, haut noch einen flotten Spruch raus, damit die dröge Versammlung ein schnelles Ende findet. Da schlägt seine Frau Melanie vor, für ihren Doppelpartner Erol und das einzige muslimische Mitglied des Vereins einen zweiten Grill zu kaufen. Denn gläubige Muslime dürfen ihre Grillwürste bekanntlich nicht auf einen Rost mit Schweinefleisch legen. Die gut gemeinte Idee führt Satz für Satz zu einem turbulenten Schlagabtausch, bei dem Atheisten und Gläubige, Deutsche und Türken, Gutmenschen und Hardliner frontal aufeinanderprallen. Schnell wird allen klar: Es geht hier um viel mehr als einen Grill…

Das Theaterstück „Extrawurst“ hat in den letzten Jahren bundesweit große Erfolge gefeiert und avancierte in der Spielzeit 2021/2022 zum meistgespielten Stück Deutschlands. Der von Publikum und Presse gefeierte Theaterhit der Comedy-Autoren Dietmar Jacobs (Stromberg, Pastewka) und Moritz Netenjakob (Stromberg, Ladykracher) wird nun mit einem großartigen Schauspielensemble fürs Kino verfilmt.

Do. 29. Januar bis Mi. 4. Februar, täglich um 18.30 Uhr


LITTLE TROUBLE GIRLS

Slowenien/Italien/Kroatien/Serbien 2025, 89 Min., FSK: ab 12
Regie: Urška Djukić
mit Jara Sofija Ostan, Mina Švajger, Saša Tabaković, Nataša Burger, Saša Pavček, Staša Popovič

Die 16-jährige Lucija tritt dem Mädchenchor ihrer katholischen Schule bei. Dort lernt sie die zwei Jahre ältere Ana Maria kennen und schließt Freundschaft mit dem selbstbewussten, beliebten Mädchen. Als der ganze Chor im Sommer auf ein intensives Probenwochenende nach Italien fährt, kommt es zu Spannungen zwischen den beiden: Die introvertierte, behütet aufgewachsene Lucija verguckt sich in einen attraktiven Bauaurbeiter, mit Hilfe von Ana Maria beginnt sie zugleich ihre Sexualität zu entdecken. Es sind Tage, die nicht nur die noch frische Freundschaft der beiden, sondern auch Lucijas Glauben und Werte infrage stellen…

Die slowenische Filmemacherin Urška Djukić gewann mit ihren preisgekrönten Kurzfilmen u. a. den Europäischen Filmpreis 2022. In ihrem von hervorragenden DarstellerInnen getragenen Spielfilmdebüt LITTLE TROUBLE GIRLS variiert sie ganz ohne Klischees eine Geschichte über weibliches sexuelles Erwachen. Offizielle Einreichung Sloweniens für den Oscar 2026.

„Dieses fesselnde slowenische Debüt revolutioniert die klischeehaften Vorstellungen vom sexuellen Erwachen eines katholischen Mädchens.“ (The Guardian )

Do. 29. Januar bis Mi. 4. Februar, täglich um 20.30 Uhr (Do. in OmU)

Film & Filmgespräch
in Kooperation mit Angehörigen und Freunden von psychisch erkrankten Personen


NO HIT WONDER

Deutschland 2025, Farbe, 118 in., FSK: ab 12
Regie: Florian Dietrich
mit Florian David Fitz, Nora Tschirner, Hyun Wanner

Abendwind, alle haben seinen Song gesungen. Mittlerweile ist er ganz unten – nicht einmal das Dschungelcamp will ihn jetzt noch haben. Das Einzige, was ihm bleibt, ist dieser verfluchte Song, dem er alles verdankt und der ihm gleichzeitig alles genommen hat. Dr. Lissi Waldstett forscht über Glück. Besser gesagt, sie forscht nur, wenn sie nicht gerade Bettpfannen auf der Geschlossenen ausleeren muss. Denn mit ihrem Forschungsthema wird man nicht reich – Glück ist keine Kassenleistung. Sie braucht einen Clou, etwas, das Aufmerksamkeit bringt. Als Daniel auf ihrer Station aufwacht, sieht Lissi ihre Chance und macht ihm unter der Hand ein fragwürdiges Angebot: Sie hilft ihm, wenn er ihr hilft. Alles, was er tun muss, ist, mit ihr eine Gruppe einsamer Menschen glücklich zu machen. Ausgerechnet durch Singen. Und so stolpern Daniel und Lissi unverhofft in ein Abenteuer. Jeder denkt, er habe den anderen in der Hand. Sie verhaken sich ineinander, erpressen sich gegenseitig, verlieren sich in der Gruppe liebenswürdiger Außenseiter und … ja … irgendwie singen sie alle um ihr Leben.

Mit anschließendem Filmgespräch in Kooperation mit Angehörigen und Freunden von psychisch erkrankten Personen. www.angehoerige-mittelhessen.de

Matinée am So. 1. Februar um 11.30 Uhr


EIN KUCHEN FÜR DEN PRÄSIDENTEN

Irak, USA, Katar 2025, Farbe, 102 Min., FSK: ab 6
Regie: Hasan Had
mit Rahim AlHaj, Sajad Mohamad Qasem, Baneen Ahmad Nayyef, Waheed Thabet Khreibat

Der Irak in den 90er-Jahren. Während Diktator Saddam Hussein trotz Not und Mangel seinen Geburtstag landesweit feiern lässt, zieht die 9-jährige Lamia in ihrer Schule ein gefürchtetes Los: Sie muss den Kuchen für die örtlichen Feierlichkeiten backen. Es ist eine fast unlösbare Aufgabe, denn im Land sind alle Lebensmittel knapp. Eier, Zucker und Mehl sind es erst recht. Doch sie muss es schaffen, sonst drohen ihrer Familie harte Strafen.

Mit nur zwei Tagen Zeit, der Unterstützung ihres Klassenkameraden Saeed und begleitet von ihrem Hahn Hindi bricht sie auf, um in der nächsten Stadt die Zutaten aufzutreiben. Es ist eine abenteuerliche Suche durch eine Welt voller Ungewissheit und Entbehrung, aber auch kleiner Wunder, in der Lamia immer wieder Momente von Humor, Freundschaft und Hoffnung erlebt.

Einen Kuchen für den Präsidenten backen, während das Land hungert? Aus dieser einfachen Prämisse entwickelt Autor und Regisseur Hasan Hadi einen bewegenden und bittersüßen Abenteuerfilm, in dem kindliche Unschuld auf die harsche Wirklichkeit eines unterdrückten Landes trifft. Und in dem die Menschlichkeit immer wieder kleine, aber entscheidende Siege erringt.

Hadi verarbeitet mit seinem Debütfilm seine eigene Kindheit in den betörend schönen Marschlandschaften des Südirak und erzählt sie mit einem reinen Laien-Ensemble, in dem die kleine Baneen Ahmed Nayyef alle überragt. Ihr Herz, Optimismus und unterschwelliger Humor tragen die Reise der kleinen Lamia, die nicht aufgibt und gegen alle Widerstände in der männerdominierten Welt ihren Weg geht.

Do. 5. bis So. 8. Februar, täglich um 16.30 Uhr
Mo. 9. bis Mi. 11. Februar, täglich um 17.30 Uhr


TRIEGEL TRIFFT CRANACH – Malen im Widerstreit der Zeiten

Deutschland 2025, Farbe, 107 Min., FSK: o. A.
Regie: Paul Smaczny
mit Michael Triegel, Neo Rauch, Elisabeth Triegel, Christine Salzmann, Ferris

Michael Triegels Malerei unterscheidet sich vehement von der seiner Leipziger Schule Kollegen, allen voran von der seines Freundes Neo Rauch. Triegel malt wie die Alten Meister und nennt Michelangelo, Raffael und Dürer seine Vorbilder. 2020 erhält Triegel einen außergewöhnlichen Auftrag: Er soll den zerstörten Mittelteil des Altars im Naumburger Dom gestalten. Fast 500 Jahre zuvor fiel das Gemälde von Lucas Cranach dem Älteren einem Bildersturm zum Opfer, nur die Seitenflügel blieben erhalten und weil es keinerlei Aufzeichnungen der Darstellung der Gottesmutter Maria mit Kind gibt, muss Michael Triegel ein gänzlich neues altes Gemälde fertigen.

Regisseur Paul Smaczny (Die Thomaner) begleitete den Maler Michael Triegel mehrere Jahre und zeigt überaus detailliert und erkenntnisreich das Entstehen eines bedeutenden Kunstwerkes. Dabei öffnet Triegel nicht nur die Türen zu seinem Atelier, sondern gewährt tiefe Einblicke in sein Verständnis von Leben, Kunst und Religion.

Do. 5. bis So. 8. Februar, täglich um 18.30 Uhr
Di. 17. und Mi. 18. Februar, jeweils um 16.15 Uhr


THERAPIE FÜR WIKINGER

Dänemark 2025, Farbe, 116 Min., FSK: ab 16
Regie: Anders Thomas Jensen
mit Mads Mikkelsen, Nikolaj Lie Kaas, Bodil Jørgensen, Lars Brygmann

Nach 15 Jahren wegen Bankraub wird Anker aus dem Gefängnis entlassen. Die Beute hat damals sein Bruder Manfred vergraben, der seit seiner Kindheit an einer Identitätsstörung leidet. Dass er so lange auf seinen Bruder warten musste, ist Manfred nicht gut bekommen. Er hat seine psychische Störung weiter ausgebaut und sich ganz und gar der Musik verschrieben. An das Geld und daran, wo er es vergraben hat, kann sich Manfred logischerweise nicht mehr erinnern. Anker bringt seinen Bruder zurück in ihr gemeinsames Elternhaus, das jetzt von einer Boxerin über Airbnb vermietet wird, in der Hoffnung, dies könnte die Erinnerung an sein früheres Ich auslösen. Anker hat keine Zeit zu verlieren. Denn sein Komplize von damals, Friendly Flemming, ist ihnen auf den Fersen und beansprucht die Beute für sich. Doch in den dunkelgrünen Wäldern Dänemarks wartet nicht nur ein Haufen Geld auf ihn, sondern auch der tiefe Schmerz einer verletzten Kinderseele.

Der neueste Streich des Komödien-Dreamteams aus Dänemark: THERAPIE FÜR WIKINGER schleudert Pointen-Material im Sekundentakt, ist hinreißend unberechenbar und bösartig witzig. Regisseur Anders Thomas Jensen (Adams Äpfel, Helden der Wahrscheinlichkeit) gelingt eine abgründige Krimi-Komödie über konfuse Identitäten und zwei Brüder, die sich lieben.

Do. 5. bis Mo. 9. Februar, täglich um 20.30 Uhr


SILENT FRIEND – Drei Leben, drei Epochen, ein Baum

Deutschland, Ungarn, Frankreich 2025, Farbe, 146 Min., FSK: ab 6
Regie: Ildikó Enyedi
mit Tony Leung Chiu-wai, Luna Wedler, Enzo Brunn, Sylvester Groth, Martin Wuttke, Johannes Hegemann, Rainer Bock, Marlene Burow und Léa Seydoux

Im Herzen des botanischen Gartens der mittelalterlichen Universitätsstadt Marburg steht ein majestätischer Ginkgobaum. Seit über hundert Jahren ist er stiller Zeuge – Beobachter leiser, tiefgreifender Veränderungen im Leben dreier Menschen.

2020 wagt ein Neurowissenschaftler aus Hongkong, der die kognitive Entwicklung von Babys erforscht, ein ungewöhnliches Experiment mit dem uralten Baum.

1972 erfährt ein junger Student eine innere Wandlung – ausgelöst durch die konzentrierte Beobachtung einer einfachen Geranie.

1908 folgt die erste Studentin der Universität ihrer Leidenschaft für die Fotografie – und entdeckt durch das Objektiv ihrer Kamera die verborgenen Muster des Universums.
Nach dem Goldenen-Bären-Gewinner KÖRPER UND SEELE (2017) präsentiert die ungarische Regisseurin Ildikó Enyedi mit SILENT FRIEND ein poetisches, sensibles Werk, in dem die Beziehung zwischen Pflanzen und Menschen zum Sinnbild für die universelle Sehnsucht nach Verbundenheit wird. In den stillen Versuchen ihrer Protagonisten, sich mit der Welt, der Natur und mit sich selbst zu verbinden, entfaltet sich eine berührende Geschichte über Zugehörigkeit, Wandel – und die Schönheit der Sehnsucht. In Venedig wurde Luna Wedler für ihre Rolle mit dem Preis als beste junge Entdeckung ausgezeichnet.

Wegen Überlänge Eintritt 12, ermäßigt 11 Euro

Matinée am So. 8. Februar um 12 Uhr
Mo. 9. bis Mi. 11. Februar, täglich um 19.45 Uhr


ASTRID LINDGREN – DIE MENSCHHEIT HAT DEN VERSTAND VEROREN

Deutschland/Schweden 2025, Farbe und S/W, 98 Min., FSK: ab 12
Ein Film von Wilfried Hauke

Der Film erzählt mit dokumentarischen und szenischen Bildern aus der Sicht von Astrid Lindgren und ihrer Tochter Karin, ihrer Enkelin Annika und ihrem Großenkel Johan anhand der Kriegstagebücher die wahre Geschichte hinter dem Erfolg der Weltautorin. Dabei gehen die Nachkommen bei der Lektüre und in Gesprächen miteinander auch den schmerzhaften Ereignissen im privaten Leben Astrid Lindgrens nach.

Astrid Lindgren, die vor allem durch ihre Kinderbücher wie „Pippi Langstrumpf“, „Michel aus Lönneberga“ und „Ronja Räubertochter“ bekannt wurde, prägte mit ihren Werken Generationen von Leser*innen. Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren nähert sich der Autorin auf neue Weise, widmet sich ihren Tagebüchern, die zwischen 1939-1945 entstanden sind und erzählt von der noch unbekannten Astrid Lindgren als Chronistin des Zweiten Weltkriegs.

Die erst 2015 veröffentlichten und in mehr als 20 Sprachen übersetzen Kriegstagebücher von Astrid Lindgren lagen 70 Jahre lang in ihrem Schlafzimmer im Wäscheschrank verborgen. Sie sind eine einzigartige Dokumentation vom Schrecken der Diktatur und des Terrors aus der Sicht einer Mutter und frühen Feministin und appellieren leidenschaftlich an Mitmenschlichkeit, Frieden und Gleichberechtigung.

Do. 12. bis Mo. 16. Februar, täglich um 16.15 Uhr


HAMNET

Großbritannien 2025, Farbe, 125 Min., FSK: ab 12
Regie: Chloé Zhao
nach dem Roman von Maggie O’Farrell
mit Jessie Buckley, Paul Mescal, Emily Watson, Joe Alwyn

Mit HAMNET kehrt Oscar®- Preisträgerin Chloé Zhao (THE RIDER, NOMADLAND, ETERNALS) auf die große Leinwand zurück. In der Verfilmung des gefeierten Romans von Maggie O’Farrell, die gemeinsam mit Zhao auch das Drehbuch verfasste, wird die Geschichte von William Shakespeares Familie erzählt. Aus Sicht seiner empfindsamen Frau Agnes erlebt man, wie sie sich in den großen Barden verliebt und die beiden ein gemeinsames Leben planen. Als ihr einziger Sohn Hamnet im Alter von elf Jahren durch die Pest ums Leben kommt, droht ihre große Liebe zu ersticken. Mitten in dieser furchtbaren persönlichen Tragödie beginnt Shakespeare in tiefer Verzweiflung und Trauer, „Hamlet“ zu schreiben, eines der großen Dramen der Literaturgeschichte.
Der titelgebende Roman von Maggie O’Farrell wurde 2020 veröffentlicht, erhielt euphorischen Kritiken und gewann den britischen Women’s Prize for Fiction sowie den amerikanischen National Book Critics Circle Award. Produziert wurde HAMNET von Liza Marshall, Pippa Harris und Nicolas Gonda sowie von den beiden legendären Oscar®-Gewinnern Sam Mendes und Steven Spielberg.

Wegen Überlänge Eintritt 10, ermäßigt 9 Euro

Do. 12. bis Mi. 18. Februar, täglich um 18.15 Uhr


SABBATICAL

Deutschland 2024, Farbe, 99 Min., FSK: ab 12
Regie: Judith Angerbauer
mit Seyneb Saleh, Trystan Pütter, Sebastian Urzendowsky, Ulrike Willenbacher, Bernhard Schütz

Tara und Robert stecken fest. Um ein Haar hätten sie sich getrennt. Um ihre Beziehung zu retten, nehmen sie sich eine Auszeit mit ihrer Tochter in Griechenland. Aber als die Touristen weg sind und das Wetter rauer wird, kehren die Probleme mit aller Wucht zurück. Als unerwartet auch noch der kleine Bruder von Robert vor der Tür steht, spitzt sich die Lage zu.

„Von einem Sabbatical träumen viele Menschen: einmal ein Jahr lang nur das tun, was man will, während das Gehalt pünktlich jeden Monat auf dem Konto landet … Wie viele Träume lassen sich da erfüllen? In Judith Angerbauers pointiertem Familiendrama SABBATICAL werden eher die Alpträume wahr. Ausgerechnet im traumhaft schönen Griechenland, wo Tara und Robert sich Zeit füreinander und für ihre sechsjährige Tochter Nia nehmen wollten, stürzt die Familie in eine tiefe Krise.“ (programmkino.de)

Do. 12. bis Mo. 16. Februar, täglich um 20.30 Uhr


PERFECT DAYS

Japan 2023, Farbe, 124 Min., FSK: o. A.
Regie und Buch: Wim Wenders
Darsteller: Koji Yakusho, Tokio Emoto, Arisa Nakano, Aoi Yamada, Yumi Aso, Sayuri Ishikawa

Hirayama reinigt öffentliche Toiletten in Tokio. Er scheint mit seinem einfachen, zurückgezogenen Leben vollauf zufrieden zu sein und widmet sich abseits seines äußerst strukturierten Alltags seiner Leidenschaft für Musik, die er von Audiokassetten hört, und für Literatur, die er allabendlich in gebrauchten Taschenbüchern liest. Durch eine Reihe unerwarteter Begegnungen kommt nach und nach eine Vergangenheit ans Licht, die er längst hinter sich gelassen hat. PERFECT DAYS ist eine tief berührende und poetische Betrachtung über die Schönheit der alltäglichen Welt und die Einzigartigkeit eines jeden Menschen.

„Für seine Dokumentarfilme wurde er auch in den letzten Jahrzehnten geschätzt, für seine Spielfilme deutlich weniger: Wim Wenders, der international wohl berühmteste deutsche Regisseur, der nun nach Japan gehen musste, um seinen besten Spielfilm seit 30 Jahren zu realisieren: PERFECT DAYS ist dabei so sehr von ruhigen Beobachtungen eines allein, aber nicht einsam lebenden Mannes geprägt, dass er oft wie eine Dokumentation wirkt.“ (Programmkino.de)

Matinée am So. 15. Februar um 12 Uhr

Di. 17. bis Mi. 18. Februar, täglich um 20.30 Uhr


NO OTHER CHOICE

Südkorea 2025, Farbe, 138 Min., FSK: ab 16
Regie:  Park Chan-wook
mit Lee Byung-hun, Son Ye-jin, Park Hee-soon, Lee Sung-min, Yeom Hye-ran, Cha Seung-won

Die Mittelschicht fürchtet nichts so sehr wie den Verlust dessen, was sie besitzt: Arbeit, Status, Sicherheit. Im Kino ist diese Angst längst Motor großer Gesellschaftsdramen – von Bong Joon-hos „Parasite“ bis zu Radu Judes „Kontinental ’25“. Auch Park Chan-wook widmet sich in „No Other Choice“ dieser Furcht. Dafür adaptiert er Donald E. Westlakes Roman „The Axe“, den einst Costa-Gavras verfilmte – doch er verpflanzt die Geschichte in die hypermoderne Arbeitswelt Südkoreas, ein Land, das wie kaum ein anderes zwischen Erfolgsdruck und digitaler Umwälzung vibriert.

Man-su hat sich mit viel Fleiß und harter Arbeit ein perfektes Leben geschaffen: Haus mit Garten, harmonische Ehe, talentierte Kinder und genug Zeit für sein geliebtes Bonsai-Hobby. Doch als KI plötzlich seinen Job ersetzt, müssen er und seine Familie auf allerlei Annehmlichkeiten verzichten: die Tennisstunden der Gattin, das Netflix-Abo der Kinder und selbst die zwei treuen Golden Retriever können sie sich nicht mehr leisten. Und je länger Man-su vergeblich Bewerbungen schreibt, desto näher rückt auch der Verlust des geliebten Hauses. Schließlich begreift er: Nicht der Mangel an Jobs ist das Problem, sondern die Menge an Mitbewerbern. Man-su bleibt keine andere Wahl als sich – auf sehr kreative Art und Weise – seiner Konkurrenten zu entledigen.

Park Chan-wook (OLDBOY, DIE TASCHENDIEBIN) zählt neben Bong Joon-ho (PARASITE) zu den großen Meistern kluger und kunstvoller Unterhaltung aus Südkorea. Mit NO OTHER CHOICE gelingt ihm ein bitterböses Vergnügen, eine messerscharfe Symphonie des Absurden – visuell brillant und beißend komisch.

Wegen Überlänge Eintritt 10, ermäßigt 9 Euro

Do. 19 bis Mi. 25. Februar, täglich um 20.30 Uhr (Mi. in OmU)


DAS FLÜSTERN DER WÄLDER

Frankreich 2025, Farbe, 93 Min., FSK: o. A.
Regie: Vincent Munier

Geduld ist die wichtigste Eigenschaft, die Michel Munier auf seinen Streifzügen tief in die alten, moosbedeckten Wälder der Vogesen mitbringen muss. Mit Rucksack, Stock und einer warmen Jacke ausgestattet, zieht es ihn immer wieder tief hinein in die Stille des Waldes, zu einem ganz besonderen Ort: einer Tanne, die zu seinem Versteck geworden ist. Unter ihren Ästen scheint der alte Mann mit der Natur zu verschmelzen. Über achthundert Nächte hat er dort verbracht, lauschend, beobachtend – immer auf der Suche nach Füchsen, Rehen, Hirschen, Luchsen und dem geheimnisvollen König der Wälder: dem Auerhahn.
Sein Sohn Vincent teilt die Faszination des Vaters seit seinem zwölften Lebensjahr. Von ihm hat er gelernt, die Spuren der Tiere zu lesen, kennt die Plätze, an denen sie fressen, wo sie jagen, ihre Nester bauen und schlafen. Gemeinsam mit Vincents Sohn Simon begibt sich das Familien-Trio auf eine Reise in die atemberaubende Schönheit der Natur.
Nach der mit einem César ausgezeichneten Natur-Doku DER SCHNEELEOPARD gelingt es dem französischen Wildtierfotograf und Dokumentarfilmer Vincent Munier mit DAS FLÜSTERN DER WÄLDER, nicht nur die visuelle Pracht, sondern auch die poetischen Klänge des Waldes einzufangen. Sein Film ist eine Ode an Flora und Fauna der Vogesen, ein Brückenschlag zwischen Vater, Sohn und Enkel, zwischen Mensch und Natur, zwischen Fotografie und Film, zwischen Tag und Nacht, zwischen Persönlichem und Universellem.

Do. 19 bis Mi. 25. Februar, täglich um 16.30 Uhr


SIE GLAUBEN AN ENGEL, HERR DROWAK?

Deutschland 2025, Farbe und S/W, 127 Min., FSK: ab 12
Regie: Nicolas Steiner
mit Luna Wedler, Karl Markovics, Lars Eidinger, Dominique Pinon, Saga Sarkola, Thelma Buabeng, Nikolai Gemel, Bettina Stucky, Jan Bülow

Die lebensfrohe Studentin Lena glaubt fest an das Glück und das Gute im Menschen. Im Rahmen eines sozialen Projekts wird sie vom Amt als Schreibtrainerin zu Hugo Drowak geschickt, der sein Glück schon lange verloren hat und allein in einem heruntergekommenen Hochhaus lebt.

Trotz seiner notorischen Gemeinheiten gibt Lena nicht auf, ihn für den kreativen Prozess zu begeistern. Sie ist überzeugt, dass jeder Mensch eine zweite Chance verdient. Widerwillig beginnt Drowak über die Liebe seines Lebens zu schreiben und weckt damit die Dämonen seiner Vergangenheit. Als Lena den Zusammenhang begreift, stellt sie sich ihnen entschlossen entgegen.

Die Tragikomödie SIE GLAUBEN AN ENGEL, HERR DROWAK? entstand nach einem Drehbuch von Bettina Gundermann unter der Regie von Nicolas Steiner, dessen Arbeiten sich durch seine kraftvolle Bildsprache auszeichnen. Sein Dokumentarfilm ABOVE AND BELOW wurde mit zwei Deutschen Filmpreisen ausgezeichnet. Mit Luna Wedler und Karl Markovics in den Hauptrollen sowie u.a. Lars Eidinger, Dominique Pinon, Saga Sarkola, Thelma Buabeng, Nikolai Gemel, Bettina Stucky und Jan Bülow in weiteren Rollen versammelt sich ein eindrucksvolles Ensemble vor der Kamera.

Wegen Überlänge Eintritt 10, ermäßigt 9 Euro

Do. 19 bis Mi. 25. Februar, täglich um 18.15 Uhr


DER TOD IST EIN ARSCHLOCH

Deutschland 2025, Farbe, 79 Min., FSK: ab 6
Regie: Michael Schwarz

Eric Wrede gilt als Deutschlands bekanntester Bestatter…„The End – Das Buch vom Tod“, „Auf Leben und Tod – Gespräche über das, was am Ende zählt“, oder „Wenn wir ins Gras beißen“ heißen die Bücher von Eric Wrede, die den ehemaligen DJ in den letzten Jahren zum Bestseller-Autor und beliebten Sujet für Dokumentarfilme gemacht haben…

Gerade in Zeiten, in denen die Bindung an Kirchen immer geringer wird, die klassische kirchliche Beerdigung, mit sakraler Musik und einer Rede von Pfarrer oder Priester irgendwie etwas zu altmodisch und nicht mehr ganz angebracht wirkt, wird der Wunsch vieler Menschen laut, ihre Freunde oder Angehörigen auf andere, persönlichere Weise zu beerdigen…

Ganz so weit wie in manchen westafrikanischen Ländern, wo Särge in Form von Autos, Flugzeugen oder anderen Dingen jede Beerdigung zu einem bunten Ereignis werden lassen, sind wir in Deutschland zwar noch nicht, aber es tut sich etwas. Zusammen mit seinem Team nimmt sich Wrede viel Zeit für die Angehörigen, spricht aber auch schon vor deren Tod etwa mit Menschen, bei denen Krebs diagnostiziert wurde. Das taten Bestatter zwar schon seit langem, der größte Unterschied von Wredes Unternehmen mit dem schönen Namen „Lebensnah“ dürfte im Versuch liegen, wirklich individuelle Bestattungen zu organisieren…

Es zeigt aber auch, für wen eine Trauerfeier, ein Abschiednehmen am Ende wichtiger ist: Eine Todkranke, die mit Wrede ihre Beerdigung und Trauerfeier plant sagt treffend: „die ist ja nicht für mich, sondern für die die bleiben.“…

Ein schöner Film über das Sterben ist „Der Tod ist ein Arschloch“ dadurch geworden, ein nachdenklicher Film über das, was jedem Menschen unweigerlich widerfahren wird. (Michael Meyns aus www.programmkino.de)

Matinée am So. 22. Februar um 12 Uhr
mit anschließendem Gespräch mit der Licher Bestatterin Silke Schulz-Laun (Lebenskreis)
sowie Di. 3. und Mi. 4. März, jeweils um 16.30 Uhr


DIE ÄLTERN

Deutschland 2025, Farbe, 103 Min., FSK: ab 6
Regie: Sönke Wortmann
mit Sebastian Bezzel, Anna Schudt, Kya-Celina Barucki, Philip Müller, Judith Bohle

Hannes hat eigentlich alles, was man zum Glücklichsein braucht: eine liebevolle Familie, ein Haus im Grünen und eine solide Karriere als Schriftsteller. Die großen Bestsellerjahre sind zwar vorbei, doch Hannes nimmt das mit stoischer Gelassenheit – er ist einfach gerne Ehemann und Vater. Nur seine Familie sieht das anders: Seiner Frau Sara  und den Kindern Carla und Nick geht er mit übermotivierter Fürsorge und Spätboomer-Weisheiten zunehmend auf die Nerven. Und dann kommt alles auf einmal: Der Verlag stellt seine Romanreihe ein, Nicks Aussicht auf das Abitur sieht schlecht aus und Carla beschließt, von Zuhause auszuziehen. Als seiner Frau Sara schließlich eine Auszeit von der Ehe will und mit Tochter Carla eine WG gründet, steht Hannes’ Wohlfühlwelt endgültig Kopf. Er kapituliert – bis er Vanessa begegnet. Gelingt es ausgerechnet ihr, Hannes endlich aus seiner Comfort Zone zu kicken?

„DIE ÄLTERN basiert auf dem gleichnamigen 2020 erschienen Roman von Jan Weiler, der durch den Roman „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“ (2003) als Buchautor zu Bekanntheit gelangte. Die Werke von Weiler sind nicht nur Erfolge auf dem Buchmarkt, sondern erfreuen sich längst auch als Vorlagen für Filme und Serien großer Beliebtheit. So wurde u.a. auch „Das Pubertier“, der Vorgängerband zu „Die Ältern“, bereits 2017 von Leander Haußmann verfilmt.

Do. 26. bis Sa. 28 Februar, täglich um 16.15 Uhr
So. 1. und Di. 3. März, jeweils um 18.15 Uhr


WINTER IN SOKCHO – Hiver à Sokcho

Frankreich 2024, Farbe, OmU, 105 Min., FSK: ab 12
Ein Film von Koya Kamura
nach dem Roman von Elisa Shua Dusapin
Mit Bella Kim & Roschdy Zem

In Sokcho, einer kleinen Stadt am Meer in Südkorea, führt die 23-jährige Soo-Ha ein routiniertes Leben zwischen den Besuchen bei ihrer Mutter, einer Fischhändlerin, und der Beziehung zu ihrem Freund Jun-oh. Die Ankunft des Franzosen Yan Kerrand in der Pension, in der sie arbeitet, weckt Fragen über ihre eigene Identität. Während der Winter die Stadt betäubt, beobachten sie sich gegenseitig, prüfen sich und knüpfen eine zerbrechliche Verbindung.

Eine sensible und sinnliche Verfilmung des Romans von Elisa Shua Dusapin, in der Roschdy Zem die Rolle eines einsamen Comiczeichners spielt, der in einem verschneiten südkoreanischen Badeort gestrandet ist.

„Von Herkunft und Identität erzählt Koya Kamura in seinem stimmungsvollen Debütfilm WINTER IN SOKCHO, basierend auf dem auch in Deutschland erfolgreichen Roman der Franko-Schweizerin Elisa Shua Dusapin, die von einer zufälligen Begegnung zwischen zwei einsamen Menschen erzählt, die sich treffen und wieder auseinandergehen.“ (programmkino.de)

Do. 26. bis Sa. 28 Februar, täglich um 18.15 Uhr
So. 1. und Mo. 2. März, jeweils um 16.15 Uhr


FATHER MOTHER SISTER BROTHER

USA, Irland, Frankreich 2025, Farbe, 110 Min., FSK: ab 12
Regie: Jim Jarmusch
mit Tom Waits, Adam Driver, Mayim Bialik, Charlotte Rampling, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Sarah Greene, Indya Moore, Luka Sabbat, Françoise Lebrun

FATHER MOTHER SISTER BROTHER ist ein behutsam als Triptychon komponierter Spielfilm. Die drei Geschichten kreisen um die Beziehungen erwachsener Kinder zu ihren teils distanzierten Eltern und untereinander. Jedes der drei Kapitel spielt in der Gegenwart, jedes in einem anderen Land: FATHER ist im Nordosten der USA angesiedelt, MOTHER in Dublin und SISTER BROTHER in Paris. Es ist eine Reihe von Charakterstudien, ruhig, beobachtend und ohne Wertung – und zugleich eine Komödie, durchzogen von feinen Fäden der Melancholie.

In seinem neuesten Geniestreich lässt Regie-Ikone Jim Jarmusch den hochkarätigen Cast um Tom Waits, Adam Driver, Mayim Bialik, Charlotte Rampling, Cate Blanchett, Vicky Krieps, Indya Moore und Luka Sabbat die Untiefen familiärer Beziehungen ausloten. FATHER MOTHER SISTER BROTHER wurde bei den Filmfestspielen von Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.
Do. 26. Februar bis Mi. 4. März, täglich um 20.15 Uhr

Matinée am So. 1. März um 12 Uhr


Preview JUNGE MÜTTER

Belgien 2025, Farbe, 105 Min
Regie und Buch: Jean-Pierre Dardenne und Luc Dardenne
mit Babette Verbeek, Elsa Houben, Janaïna Halloy Fokan, Lucie Laruelle, Samia Hilmi

Jessica, Perla, Julie, Ariane und Naïma leben in einem Heim für junge Mütter. Fünf Teenagerinnen, die auf ein besseres Leben für sich und ihre Babys hoffen. „Jede Geschichte wurde entsprechend der jeweiligen Teenager-Mutter und ihrem Kind gestaltet, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Heims für junge Mütter. Was sie verbindet, ist die frühe Mutterschaft, die mit der sozialen Determinierung von Armut und bestimmten emotionalen Defiziten verbunden ist. Diese können dazu führen, dass die gleichen Verhaltensweisen von Generation zu Generation wiederholt werden. Genau davon versuchen sie sich zu befreien und erscheinen dabei einzigartig, lebendig und individuell. Sie hören in gewisser Weise auf, Figuren zu sein – und werden zu Menschen“, erzählen Jean-Pierre und Luc Dardenne über YOUNG MOTHERS.

Der neue Film der Brüder Dardenne feierte seine Weltpremiere im Rahmen des 78. Filmfestival von Cannes, wurde dort für das Beste Drehbuch ausgezeichnet und gewann zudem den Preis der Ökumenischen Jury.

Preview am Mi. 4. März um 18.15 Uhr



ZOOMANIA 2

USA 2025, Farbe, Animationsfilm, 104 Min., FSK: ab 6
Regie: Byron Howard, Jared Bush

Häsin Judy und Fuchs Nick sind nach ihrem großen Fall endlich Partner beim Zoomania Police Departement. Leider sorgen sie mit ihrer ungestümen Art dabei für Chaos in der Stadt und machen sich bei ihren Kollegen nicht gerade beliebt. Doch Judy lässt sich davon nicht unterkriegen – schließlich ist sie auf einen Hinweis zu einem großen neuen Fall gestoßen. Nick ist nicht ganz so überzeugt, doch begleitet Judy bei ihrer Suche nach einer Schlange, die sich in Zoomania eingeschlichen haben soll. Dabei wurde seit hundert Jahren keine Schlange mehr in der Stadt gesehen. Dabei wurde seit hundert Jahren keine Schlange mehr in der Stadt gesehen. Doch tatsächlich: Bei einer Gala zur Feier der Stadt taucht eine auf und will das Tagebuch der reichen und bekannten Luchs-Familie Lynxley stehlen. Judy und Nick stellen die Schlange – und werden kurz darauf von den Lynxleys beschuldigt, deren Komplizen zu sein. Verfolgt von der Polizei setzen sich Judy und Nick auf die Fersen der Schlange und auf die Spur eines großen Geheimnisses, wobei ihre Partnerschaft auf eine harte Probe gestellt wird.

Nachdem Judy und Nick im ersten Teil ihre Unterschiede und Vorurteile gegeneinander überwinden mussten, geht es jetzt darum, wie sie ein echtes Team und gute Partner werden.

Freigegeben ab 6, empfohlen ab 9 Jahren.

Sa. 31. Jan. und So. 1. Feb., jeweils um 14.30 Uhr
Sa. 28. Feb. und So. 1. März, jeweils um 14.15 Uhr


CHECKER TOBI 3 – Die heimliche Herrscherin der Erde

Deutschland 2025, Farbe, 93 Min., FSK: o. A.
Regie:  Antonia Simm
mit Tobi Krell, Marina Blanke, Theodor Latta

Beim Aufräumen des Kellers entdecken Tobi und Marina eine alte Videoaufnahme: Der achtjährige Tobi moderiert darin eine selbst erfundene Show über die Erde in unseren Böden – und stellt seine allererste „Checker-Frage“: Wer hinterlässt die mächtigsten Spuren im Erdreich?

Doch die Antwort darauf hat Tobi wieder vergessen. Er begibt sich auf Spurensuche, und damit auf sein bislang größtes Abenteuer. Dieses führt ihn in die Tier- und Pflanzenwelt Madagaskars, in die Permafrostregion Spitzbergens und zu den Spuren der alten Maya in Mexiko. Erst als er erkennt, was alle Böden verbindet und was das mit uns zu tun hat, kann er seinem größten Herausforderer, sich selbst, antworten.

Nach den ersten beiden Checker Tobi-Kinofilmen, die ein Millionenpublikum erreichten, begeistert der beliebte KiKA-Moderator auch diesmal mit Abenteuer, Witz und Wissen – und zeigt, dass Bildung richtig Spaß machen kann!

„Stets auf Augenhöhe mit seinem Zielpublikum verbindet Tobias Krell locker-charmant Unterhaltung mit Wissensvermittlung.“ (RND)

Sa. 7. und So. 8. Februar, jeweils um 14.30 Uhr


SPONGEBOB SCHWAMMKOPF: PIRATEN AHOI!

USA 2025, Farbe, Animation, 88 Min., FSK: o. A.
Regie: Derek Drymon

Für SpongeBob steht fest: Er möchte auch ein zertifizierter Haudegen werden. Also heuert er, wie sein Vorbild Mr. Krabs, auf dem Geisterschiff des Fliegenden Holländers an, mit seinem besten Freund Patrick an seiner Seite. Der Fliegende Holländer nimmt die beiden mit in die Unterwelt, wo sich SpongeBob einigen Prüfungen stellen muss, um ein Haudegen zu werden. Was SpongeBob nicht ahnt: Der Fliegende Holländer lockt ihn in eine Falle, um sich selbst von einem Fluch zu befreien.

Wenn du SpongeBob und seine Abenteuer kennst, weißt du bestimmt, dass es dabei nie verrückt genug sein kann. Das gilt auch für diesen Film. Die Filmemacher haben sich hier mal wieder richtig ausgetobt und sich allerlei Dinge ausgedacht, von Geisterfischen und Unterwelt-Monstern bis hin zu einer ziemlich unmöglichen Verfolgungsjagd… Ansonsten hält sich der Film an das gewohnte SpongeBob-Rezept und bietet kurzweiligen Spaß mit jeder Menge alberner Gags, übertriebener Action und wenig Atempausen. (kinderfilmwelt.de)

Freigegeben ohne Altersbeschränkung, empfohlen ab 8 Jahren.

Sa. 14. und So. 15. Februar, jeweils um 14.30 Uhr


PIPPI IN TAKA TUKA LAND

BRD / Schweden 1969, Farbe, 93 Min., FSK: o. A.
Regie: Olle Hellbom nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Astrid Lindgren

Pippi erfährt durch eine Flaschenpost, dass Piraten ihren Vater auf der Insel Taka-Tuka festgenommen haben. Sie wollen ihn erst freilassen, wenn er das Versteck des Familienschatzes verraten hat. Zusammen mit Tommy und Annika macht Pippi sich auf den Weg, um ihren Vater aus der Seeräuberfestung zu befreien.

Freigegeben ohne Altersbeschränkung, empfohlen ab 6 Jahren.

Sa. 21. und So. 22. Februar, jeweils 14.30 Uhr